Action und Schneeshooting

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Ja. Anne hat ja bereits den Tag beschrieben. Nun werde ich ein paar Details zu dem Shooting nachliefern.

Also worauf kommt es bei so einem Foto an?

2017-01-08-15-33-07-wintershooting-6530Der erste wichtige Punkt ist das Timing. Stimmt das nicht, ist kein Schnee zu sehen. Egal, was ihr anstellt. Ein nettes Beispiel dafür seht ihr links.
In diesem Bild sieht man auch gleich, wie ich versucht habe die Action einzufrieren. Hierzu habe ich einen Blitz (Yongnuo 560 III) verwendet, der auf einer Hecke lag. Memo für mich selbst: Hecken sind nicht besonders stabil; als allgegenwärtiges Lichtstativ genügen sie aber.

Mein Objektiv habe ich auf 70mm und Blende f/6.3 eingestellt. Da tut es also jedes Kit-Objektiv. In meinem Fall war es mein 70-200 f/2.8 von Tamron. In diesem Fall habe ich aber mehr Wert auf die Tiefenschärfe gelegt, da es bei der Kälte nicht besonders leicht war, die Kamera möglichst genau einzustellen. ISO 100 dienten der Minimierung von Rauschen in der Nachbearbeitung und die 70mm sorgen für eine recht stimmige Abbildung der Realität ohne echte Verzerrung.

Der Blitz ermöglicht es auch bei schwachem Tageslicht d2017-01-08-15-33-23-wintershooting-6531ie Bewegung einzufrieren – zurück zum Bild! Das Timing ist mies, das hatten wir schon. Aber auch die Perspektive stimmt nicht. Die Sicht aus dem Profil verhindert das Erkennen des Gesichts extrem durch den Schal und auch sonst ist der Bildausschnitt nicht ideal. Im nächsten Bild war zwar das Timing besser, aber dafür hatten wir Pech mit dem Schnee. Der Winkel zwischen Schnee, Blitz und mir passt nicht, sodass der Schnee nicht in die Kamera das Licht reflektiert. Also noch einmal probieren. Vielleicht auch mal mit einer anderen Perspektive für das Model selbst.

Der Bildausschnitt ist diesmal auch etwas anders gewählt. In der Nachbearbeitung habe ich darauf geachtet, den Schnee weiter zu betonen (das heißt: aufhellen) und die Ränder des Bildes abzudunkeln (Stichwort: Vignettierung). Dadurch wird das Auge mehr zum Bildmittelpunkt und damit zur Action geführt. Die Struktur des angeblitzten Baumes gibt dem Bild noch etwas mehr Detail. Auch das abgewinkelte rechte Bein bewirkt eine Dynamik im Bild und unterstützt die prägnante Diagonale zwischen Fuß, Kopf des Models und dem hellsten Teil des Schnees.

Im Übrigen habe ich dabei die ganze Zeit auf dem Bauch im Schnee gelegen, um soweit wie möglich von unten fotografieren zu können. Das wiederum hilft der Bewegung im Bild nach oben (und lässt obendrein das Model besser aussehen 😉 ). Was hier noch geholfen hätte, wäre vielleicht ein Stativ gewesen. Bei der Kälte habe ich dann doch mehr gezittert als gewollt. Da ich aber keins dabei hatte, fiel das aus. Also stillhalten und oft genug probieren. Mit genug Geduld klappt das schon!

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