Der Roadtrip geht los!

Da Peter, wie ihr in seinem Artikel „Sawubona!“ lesen konntet, nach seiner Ankunft etwas neben der Spur war, habe ich uns die ersten Kilometer durch Südafrika gefahren. Oh man… Ich sage euch, das ist schon ein bisschen haarstreubend 😉 Wir haben ein Navi allerdings haben unsere Unterkünfte bisher keine echten Adressen. Nach einigem hin- und herprobieren haben wir erstmal beschlossen nach Koordinaten zu fahren. Das habe ich bisher noch nie gemacht und mir war auch bisher noch nicht so richtig klar gewesen wozu man diese Funktion eigentlich braucht. Nungut, jetzt weiß ich es.

Los geht es und immer dran denken links fahren! Zuerst geht es eher auf Landstraßen entlang. Hier gilt, wer langsamer ist als die Anderen fährt links auf dem Standstreifen und lässt überholen. Macht jemand Platz bedankt man sich mit dem Warnblinker. Generell gilt aber bei einer Fahrspur in jede Richtung können mindestens 2 Autos in jeder Richtung nebeneinander fahren. Wenn es keinen Seitenstreifen gibt müssen manchmal trotzdem 2 Autos pro Fahrtrichtung Platz finden. Dazu kommen noch Leute am Straßenrand und gelegentlich Kühe oder Ziegen. An Kreuzungen hatten wir uns schon schlau gemacht, gibt es hier oft wie in Amerika sogenannte 4 way stops. Das heißt jeder hat ein Stoppschild und dann wird einfach der Reihe nach gefahren. Das habe ich mir super chaotisch vorgestellt, aber ich muss sagen, das hat wirklich gut geklappt. Ampeln dagegen haben wir bis jetzt (etwa 230km Fahrstrecke) vielleicht 2 gesehen.

Links fahren an sich ist in der Tat kein wirkliches Problem, außer beim rechts abbigen, wenn sonst kein anderes Auto zu sehen ist. Dann bekomme ich zu Recht von Peter zu hören „Denk dran, du musst LINKS fahren!“. Oh man ich verwechsel doch sowieso schon immer rechts und links… Und jetzt soll ich auf der linken Seite fahren, rechts abbrigen (wobei rechts abbigen jetzt heißt, dass ich die entgegenkommende Spur überqueren muss) dann muss ich nach dem Abbiegen wieder auf die linke Spur fahren… Oh man… Immer hin muss ich nicht schalten, wir haben nämlich extra ein Automatik Auto gemietet. Wobei… Nach dem Rückwärtsfahren will ich immer mit rechts den Vorwärtsgang einlegegen… Der Wählhebel ist aber auf der linken Seite. Zum Glück sind die Pedale richtig rum 😉

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Auf der Zufahrt zu unserer aktuellen Lodge haben wir dann unser Auto so richtig zu schätzen gelernt. Am Eingang zu dem Privaten Park sagt uns der Wächter nämlich, dass es bis zur Lodge noch 6.5 km sind. Der Weg ist aber nicht geteert, sondern eher eine Piste. Man darf 40 km/h fahren, de facto fahre ich aber eher 20 km/h. Das liegt zum einen an den Bodenwellen und Schlaglöchern. Da bin ich doch wirklich froh, dass wir nicht wie angekündigt eine Toyota Corolla bekommen haben, sondern einen Ford Ecosport Geländewagen.

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Der hat genug Bodenfreiheit, damit ich mir keine Sorgen machen muss irgendwo aufzusetzen. Zum Anderen fahre ich langsam, weil man hier nie wissen kann, was sich hinter der nächsten Kurve versteckt.

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Entlang der Straße haben wir nämlich schon Zebras und Paviane gesehen und das war außerhalb des Game Reserve.

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Außerdem muss man auch immer damit rechnen, dass Menschen am Straßenrand laufen und nicht unbedingt gut sichtbare Kleidung tragen.

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Und kaum habe ich diesen Gadanken fertig gedacht, schon biege ich um die nächste Kurve und was sehe ich da wohl vor mir am Wegesrand??? Ein Nashorn!!! Ich halte in gebührendem Abstand an und versuche herauszufinden, was das Nashorn wohl tuen wird. Es schaut uns nur kurz an und widmet sich dann wieder dem Gras, das es frisst. Es bewegt sich etwas weg vom Weg und ich rolle langsam an ihm vorbei um es nicht zu stören. Wow, was für ein Anblick! Und was haben wir natürlich vor lauter Aufregung vergessen? Genau, ein Foto zu machen…

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